Frauen - Sachsenklasse Frauen Ost - NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 vs SpG SV Reichenbach / Seer Wölfe F.C./Holtendorfer SV (2:3)
NFV Gelb-Weiß Görlitz vs. SpG SV Reichenbach/Seer Wölfe F.C./Holtendorfer SV 2:3 (1:0)

Nach einem Wochenende Spielpause ging es nach Görlitz zum Tabellennachbarn. Auch wenn die Ergebnisse der nahen Vergangenheit die Reichenbacherinnen die Favoritenrolle zuschoben, war klar, dass es keinesfalls eine leichte Aufgabe werden würde. Umso besser, dass ein voller Kader zur Verfügung stand. Munter ging es los Reichenbach von Beginn an bemüht das Spiel zu machen und durch sichere Passstafetten den Weg zum gegnerischen Tor zu finden. Leider wurde uns dies gleich zum Anfang der Partie zum Verhängnis, als ein Pass in der eigenen Hälfte nicht bei der Mitspielerin ankommt. Görlitz bestraft den Fehler gnadenlos und hat beim Abschluss noch Glück, dass der Ball abgefälscht wird und so für Matusewicz unerreichbar wurde. In der Folge war Reichenbach völlig von der Rolle und leistete sich zu viele Fehler. Görlitz hat zwei gute Chancen, aber Matusewicz ist in beiden Situationen stark zur Stelle. Nach guten 20 Minuten gab es endlich wieder Sicherheit im Spiel der Reichenbacherinnen und es gab verheißungsvolle Situationen. So ist es Morche, die mit einem wuchtigen Schuss die Keeperin zur Glanztat zwingt. Kurze Zeit später wird ein Schuss von Voigt im letzten Moment geblockt. Zuhauf fehlte aber die Abstimmung beim letzten entscheidenden Pass. Gefühlt standen die Offensivakteure stets im Abseits. Dann passt aber ein Steckball endlich Mal, aber Bräuer verfehlt die Stangen nur um Zentimeter. Somit ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.
Die zweite Hälfte gehörte dann klar den Reichenbacherinnen. Doch die letzte Durchschlagskraft, die letzte zündende Idee blieb noch auf der Strecke. Erneut kommt Bräuer zum Abschluss, verzieht jedoch erneut knapp. Nach einer guten Stunde fasst sich Pohl ein Herz und treibt den Ball nach vorn. Im Schlepptau mehrere Gelb-Weiße. Vor dem Tor kommt sie zum Schuss, der aber soeben noch geblockt wird. Doch der Ball landet vor den Füßen von Otto, die den Ball ganz sicher aus leicht spitzem Winkel im leeren Tor unterbringen kann. Quasi direkt danach hebelt ein tiefer Ball von Otto auf Mikonya die komplette Görlitzer Hintermannschaft aus. Mikonya ist völlig allein vor der Hüterin und versenkt den Ball staubtrocken. Fortan hat Reichenbach gar die Chance zu erhöhen. Voigt kann sich überragend bis auf die Grundlinie durchsetzen und blitzgescheit querlegen. Doch eine Abwehrspielerin klärt in höchster Not vor der einschussbereiten Buhl. Dann versucht es Voigt aus der Distanz aber der Schuss kommt zu zentral und ist sichere Beute. Und wieder nur wenige Minuten später kann jene Voigt eine Verteidigerin auswackeln und abziehen. Aber leider wieder zu zentral. Auf der Gegenseite kommt einer von gefühlt einem Dutzend langen Bällen durch und wird vor der Kiste quergelegt. Tor. Reichenbach wollte sich damit aber nicht abfinden und drückte weiter. Quasi mit der letzten Aktion des Spiels kann Voigt, die durchstartende Seidel bedienen. Sie chipt den Ball clever über die Keeperin und dreht zum Jubeln ab. Fast direkt danach ist die Partie beendet. In einem eher schwachen Spiel sieht die Spielgemeinschaft aus Reichenbach am Ende aber doch verdient. Doch dieser Sieg benötigte an diesem Tag enorm viel Kampf und vor allem Moral. Die Mannschaft biss sich nach der frühen kalten Dusche und einer beeindruckten Phase wieder in die Partie und konnte das Zepter an sich reißen und sich schließlich auch belohnen. Nun folgt die Heimpartie gegen den 1. FFC Fortuna Dresden U23. Anstoß ist am Sonntag um 11 Uhr in Reichenbach.

SVR: Karolina Matusewicz – Lisa Richter (73. Laura Pfriem), Elina Pohl, Anne Hannig, Julia Kassner – Lene Seidel, Lilly Otto – Lena Mikonya, Anna Voigt (90. Stefanie Jeschke), Alena Morche (69. Victoria Buhl) – Emma Bräuer

Tore: 1:0 Lisette Horter (6.); 1:1 Lilly Otto (66.); 1:2 Lena Mikonya (69.); 2:2 Nadja Biedermann (83.); 2:3 Lene Seidel (90.)