Zwei Mannschaften auf Augenhöhe

Germania Görlitz gegen SV Reichenbach lautete die Begegnung an diesem Samstag. Zwar geht es schon seit einiger Zeit zwischen beiden Mannschaften nicht mehr um die Meisterschaft, spannend sollte diese Partie dennoch werden. Wir hatten uns vorgenommen an die gute Leistung der Vorwoche anzuknüpfen und uns endlich einmal selbst zu belohnen. Davon war allerdings vorerst nichts zu sehen. In der ersten Halbzeit war Germania über weite Strecken die bessere Mannschaft, auch wenn hochwertige Chancen eher Mangelware waren. Wir begannen zeitig die Fehler bei unserem Nebenmann zu suchen und kamen so nicht richtig ins Spiel. Ein Lattentreffer von Seeliger, Christian war einer der wenigen Höhepunkte. Germania hingegen versuchte einen ruhigen Spielaufbau, scheiterte aber oftmals an der eigenen Ungenauigkeit im letzten Zuspiel oder im Abschluss. Somit ging es mit einem Null zu Null in die Pause. Die zweite Halbzeit begann für uns denkbar schlecht. Germania erzielte zeitig die Führung und man merkte uns den Schock sichtbar an. Jeder hatte mit sich selbst zu kämpfen und ein richtiger Spielfluss kam weiterhin nicht zustande. In der Folge verursachten wir einen völlig unnötigen Freistoß, standen dann bei der Ausführung viel zu tief und es stand Zwei zu Null. In dieser Phase hatten wir Germania nichts entgegenzusetzen. Doch wer jetzt dachte, dass wir untergehen, sollte sich getäuscht haben. Die Mannschaft bewies Moral und jeder legte noch einmal „eine Schippe drauf“. Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Viele gute Möglichkeiten waren die Folge und Schilling, David traf auch endlich mal wieder (nach zwei Spielen ohne Tor). Ein weiter Abschlag von Große, Felix, mit dem Kopf verlängert von Schilling, Tom wurde von dem in die Spitze startenden David mit einer Volleyabnahme verwandelt. Wir waren wieder dran. Ein Freistoß aus dem linken Halbfeld sollte für den Ausgleich sorgen. Germania stand wie wir beim zweiten Tor viel zu tief und im Gedränge konnte Schönfelder, Raik abstauben. Germania verlor völlig die Kontrolle über das Spiel und wir waren dem Siegtreffer näher als die Hausherren. Leider fehlte uns das Glück im Abschluss und so schlug das Pech wieder zu. Nahezu mit dem Schlusspfiff verteidigten wir viel zu Kraftlos und ein sehenswerter Schuss landete im langen Eck. Somit konnten wir wieder keine Punkte sammeln, aber auch aus diesem Spiel können wir Erfahrungen sammeln. Eigentlich hätte dieses Spiel wohl keinen Sieger verdient, dennoch gehen erneut die Glückwünsche an den Gegner!

Was aber auch mal erwähnt werden muss, sind die Schiedsrichter. Es wird besonders wert darauf gelegt, dass die Stutzenhalter die selbe Farbe wie die Stutzen haben, aber einfachste und klarste Situationen werden von allen auf dem Sportplatz erkannt, nur nicht vom Schiedsrichterkollektiv. Fraglich!

Diese Woche hat unsere erste Vertretung spielfrei, was unseren Personalsorgen zum Teil Abhilfe schaffen sollte!

S.G.