SpG SV Reichenbach/Seer Wölfe F.C./Holtendorfer SV vs. Radefelder SV 90 0:5 (0:3)
Nach einer guten und intensiven Vorbereitung wartete in der 1. Hauptrunde des Sachsenpokals der Landesligaaufsteiger Radefelder SV 90. Doch bei genauem Hinschauen ist Radefeld kein gewöhnlicher Aufsteiger. Die Mädels sind damals fast geschlossen vom Landesliga-Topteam SpVgg Leipzig zu Radefeld gewechselt. Somit war die Rollenverteilung klar. Die Radefelderinnen begannen gut und ließen den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen. Doch Reichenbach stand kompakt und verschob clever. Um so ärgerlicher, dass ein langer Ball durchrutscht und die Schkeuditzer Angreiferin den Ball cool versenken kann. Die Reichenbacherinnen ließen sich aber nicht entmutigen standen weiterhin sehr dicht, sodass oft zum langen Ball oder vermehrt zum Fernschuss gegriffen wurde. Dann ist es ein völlig verunglückter Torschuss einer Radefelderin, der ihrer Mitspielerin direkt vor die Füße fällt. Allein vor Matusewicz kann sie ungestört einschieben. Nun konnte auch Reichenbach in der Offensive auftauchen. Nach einem Pass von Voigt marschiert Mikonya auf die Hüterin zu. Bei ihrem Abschluss wird sie soeben noch von der Gegenspielerin gestört, sodass die Keeperin den Schuss locker parieren kann. Kurz drauf verteidigt Richter sauber nach vor und kann nach einem Doppelpass mit Otto Richtung Tor marschieren. Beim Abschluss fehlt dann aber der nötige Dampf. Kurz darauf ist es ein kapitaler Fehlpass in der Hintermannschaft, der Radefeld die beruhigende 3:0-Führung beschert. Danach passiert kaum noch etwas Nennenswertes und es geht in die Pause.
Die zweite Halbzeit brauchte ein paar Minuten bis sich wieder etwas tat. Weiterhin glich sich das Bild. Radefeld mit viel Ballbesitz. Aber wenn es in die gefährliche Zone ging, war Reichenbach stets da. Später kann die Gästekeeperin einen Ball nicht richtig fassen. Bräuer ist da und spitzelt den Ball in das Tor. Leider sah der Schiedsrichter hier eine Kontrolle des Balls der Keeperin und pfiff das Tor zurück, ob das wirklich so war, weiß sie wahrscheinlich nur selbst. Kurz darauf ist es erneut die eingewechselte Bräuer, die ihrer Gegenspielerin entwischt. Ihr Abschluss aus zentraler Position geht knapp am Tor vorbei. Erneut nur Minuten später kann Bräuer Voigt bedienen. Aber auch ihr Schuss verfehlt die Stangen. In diese kleine Druckphase als auch der Gästecoach mal laut werden musste, konnte Radefeld das endgültig entscheidende 4:0 nachlegen. Kurz vor Ende der Partie ist es langer Ball der Keeperin und ein Steckpass der Zielspielerin, der das 5:0 beschert. Dann ist Schluss. Am Ende steht ein verdienter Sieg für Radefeld zu Buche. Auch Keeperin Matusewicz konnte mehrere Chancen bravourös vereiteln. Dennoch mussten die Gäste hier über die komplette Spielzeit hellwach sein. Reichenbach verlangte den Schkeuditzern alles ab und kämpfte bis zum Schluss. Leider blieb den Mädels ein, für die Leistung verdientes, Tor verwehrt.
Am Ende steht ein deutliches Ergebnis, was aber mit der Reichenbacher Leistung nicht im Einklang steht. Es gibt ein paar Stellschrauben, die gilt es zu justieren. Das wird in der jetzigen Trainingswoche passieren, um dann top vorbereitet in das erste Punktspiel der Saison zu gehen. Am Sonntag gastiert das Team um 11:30 Uhr bei der Reserve des Bischofswerdaer FV 08. Wir freuen uns auf viele Mitreisende Fans.
SVR: Karolina Matusewicz – Lisa Richter (63. Lena Haase), Elina Pohl, Anne Hannig, Julia Kassner – Lena Mikonya (80. Stefanie Jeschke), Lene Seidel, Lilly Otto (C), Alena Morche (46. Kathleen Petzold) – Anna Voigt (80. Lea Popig), Victoria Buhl (55. Emma Bräuer)
Tore: 0:1 Linda Lohse (9.); 0:2, 0:4 Larissa Cuta (20., 62.); 0:3 Zoe Tuchscherer (29.); 0:5 Melanie Kresse (84.) (+ Fotos: Gerd Fechner)



